Gründung

Am 28. Juli 1937 wurde die Trachtenvereinigung Arth gegründet.

An diesem Sommerabend trafen im Rathaus Arth zwölf Frauen aus angesehenen gesellschaftlichen Kreisen mit Gemeindeschreiber Kaspar Jütz zusammen, um die Gründung eines Trachtenvereins zu bewerkstelligen. Wohlweislich sicherten sie sich für Ihre Idee die Mithilfe des damaligen Kantonsrates und „Dorfmagistraten“ Kaspar Jütz, welcher zum Vereinspräsidenten erkoren wurde.

Hauptinitiantin war Anni Schreiber, welche eine Handvoll gleichgesinnter Frauen um sich scharte. 1937 wurde im Gemeindehaus die Trachtenvereinigung Arth gegründet, „zwecks Hebung und Förderung des Trachtenwesens in der Gemeinde Arth“. Neben der Erhaltung und Pflege des überlieferten Trachtenkleides war man bestrebt, „die bodenständige altschwyzerische Art in Sitten und Gebräuchen neu zu beleben“, wie es in den ersten Statuten hiess.

Die einmalige Eintrittsgebühr betrug einen Franken. Ausserdem hatte man einen monatlichen Beitrag von 30 Rappen zu entrichten, welcher aber bereits im ersten Vereinsjahr auf 40 Rappen erhöht wurde.

Der Verein wächst und gedeiht

In der Folge erlebte der Verein – er wurde nach einigen Jahren in Trachtenvereinigung Arth-Goldau umbenannt – ein stetiges Wachstum. Schrieben sich bei der Gründung 13 Personen ein, zählte der Trachtenverien zehn Jahre später bereits 66 Mitglieder. 1987, beim 50-Jahr-Jubiläum des Vereins, betrug die Mitgliederzahl 98, heute sind es rund 130 Frauen und Männer aller Alterskategorien. Bereits in den ersten Vereinsjahren wurde unter der Leitung von Lydia Blum-Bühler ein Trachtenchor gegründet, und Volks- und Jodellieder wurden eingeübt.

 

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Ebenfalls seit vielen Jahrzehnten präsentiert die vereinseigene Tanzgruppe traditionelle Trachtentänze und altüberliefertes Brauchtum.

Seit 1975 besteht ausserdem eine vereinseigene Kindergruppe, wo bei Buben und Meitli die Freude an Volkstanz und Volksliedern geweckt wird.

Lokale Präsenz – internationale Erfolge

Seit der Vereinsgründung haben die Mitglieder mit ihren farbenprächtigen Trachtenkleidern und ihren Aktivitäten unzählige Anlässe in der Gemeinde bereichert. Sei es mit ihrer Präsenz bei kirchlichen Feiertagen, als schmucke Ehrendamen bei vielen Anlässen oder mit ihren legendären folkloristischen Heimatabenden und sonstigen Auftritten mit Lied und Trachtentanz.

Aber auch über die Landesgrenzen hinaus treten die einheimischen Trachtenleute als Botschafter von unverfälschter Urschweizer Folklore in Erscheinung. In den letzten rund 30 Jahren absolvierten sie viele Auftritte in zahlreichen Ländern Europas, nahmen an internationalen Folkore-Festivals und sogar an Kreuzfahrten teil.

Auch zahlreiche ausländische Folkloregruppen waren in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten hier auf Gegenbesuch und lernten so die wunderschöne Zentralschweiz kennen.